16.11.2017 Dr. Thomas Ludewig  - Schwemmholz-Keramik-Kunst "Aus dem Wasser"

Objekt 1331 - Th. Ludewig
Objekt 1331 - Th. Ludewig

Zu meiner autodidaktischen Arbeit als Keramiker inspiriert mich seit jeher das stete Wirken der Natur. Ich erwähle mir zumeist Schwemmholz aus Flüssen, das ich auf Spaziergängen finde. Aber vielleicht legt es sich mir auch in den Weg?
Das Wirken des Wassers bearbeitet das Holz und hinterlässt strukturell veränderte Oberflächen - nur die harten Holzanteile blieben zurück. Genau darin besteht der besondere Reiz. Diese entstandenen hölzernen Strukturen interessieren mich; dem Zufall sei dabei durchaus weiter Raum eingeräumt.
Daraufhin versuche ich Keramiken zu schaffen, die in Größe, Form und Färbung mit dem toten Gebilde zu einer ästhetische Einheit verschmelzen. Das letztendliche Montieren der Keramik stellt sich dabei nicht selten als eine ziemlich diffizile Angelegenheit heraus. Die Umwertung des Holzes zu Assemblagen geschieht auf ästhetischer Ebene, und nur scheinbar wertlos gewordenen Dingen                                                     wird ein zweites Leben verliehen. Das Betrachten der Werke führt die Vergänglichkeit vor Augen,                                                         aber auch die tröstliche Möglichkeit einer Art ,Auferstehung‘. Mich faszinieren die subtil im                                                                 Schaffensprozess vereinten Gewalten: Erde und Ton – gebrannt im Feuer; Holz, ausgewaschen und                                                     bearbeitet im Wasser.

                                                So spiegelt sich der Grundgedanke meiner Arbeiten wider: von natürlichen Einflüssen, wie Sonne und                                                  Wind oder das fließende Wasser, geprägte und damit veränderte Holzstücken kombiniere ich mit                                                        einer keramischen Scherbe. Als Resultat dieses Prozesses entsteht etwas Neues.

                                                Mehr Informationen und Bilder finden Sie unter Schwemmholz-Keramik-Kunst "Aus dem Wasser":                                                      www.keramik-ludewig.de Meinungen bitte an teuspro@gmx.de

14.06.2017 Reinhard Krehl - Ausstellung

Ackerfilzkraut - R. Krehl
Ackerfilzkraut - R. Krehl

So ganz genau weiß ich nicht, wie er das technisch gemacht hat - Reinhard Krehl. Drucke aus Pflanzen. Wunderschöne Formen. Filigrane Muster. Und in Kenntnis der Veröffentlichung "Gravenhorster Kräuterbuch" auch mit einem prosaischen Denkanstoß.

Danke für die Zeit mit den Werken. Ich habe viele Betrachter aufklären dürfen worum es sich handelt und unsere Räume hatten für einige Wochen einen wundervoll natürlichen Charme.

23.03.2017 Kay Spade - Ausstellung

Auf der Suche nach der Mitte - Spade
Auf der Suche nach der Mitte - Spade

Zunächst beeindruckten die Formate. Auf den zweiten Blick ergibt sich eine spannende und technisch exzellente, detailreiche Umsetzung teilweise bühnehafter Kompositionen.

Die Werke funktionieren einzeln zweifellos, für uns aber ebenso maßgeblich ist das Gesamtensemble ein eindrucksvolles Statement.

Kai Spade mit "Auf der Suche nach der Mitte". Am 23.03.2017 traten wir in Konkurrenz zur Buchmesse. Mit ca. 50 Gästen war es ein sehr angenehmer Abend welchen der Singer/Songwriter Dan Korn aus London professionell abrundete.

14.09.2016 Nicolas Engele - Ausstellung

Neurotisches Artefakt - Engele
Neurotisches Artefakt - Engele

 

Struktur und Redundanz sind für mich die Basis der ausgestellten Arbeiten von Nicolas Engele. Spannung erzeugen neben der teils wuchtigen Farbwahl die kleinen Abweichungen - teilweise mit dem Lichteinfall vergänglich. Das Ganze gewinnt einen technisch meditativen Charakter und ich persönlich fühle mich emotional abgeholt.

Trotz einem der heißesten Septembertage fanden zahlreiche Gäste den Weg in unsere Eröffnung - was für ein schöner Abend.

17.03.2016 Johannes Traub - Ausstellung

Yphos - J. Traub
Yphos - J. Traub

Was für ein Paukenschlag. 

Die Bilder, die ich im Vorfeld gesehen hatte, ließen eine tiefe Ruhe und Entspannung erwarten. Auch das persönliche Kennenlernen änderte an diesem Gefühl zunächst nichts. 

Und dann packte Johannes Traub seine aktuellen Werke aus. Wow. Kraft, Tiefe, Sich mitgerissen fühlen, nicht in Ruhe gelassen werden. Technisch exzellent.

Ich schwärme und das ganz bewusst. 

 

17.03.2016 Nils Schumann - Buchmesse Lesung

Nils Schumann - der Olympiasieger. Mit 22 Jahren alles erreicht, was man erreichen kann. Das war DER Augenblick - der Augenblick, der verweilen möge, weil er so schön ist. Nils Schumann zieht die Parallele zu Faust selbst. Und danach? Keine vergleichbaren sportlichen Erfolge. Privat kein Glück mehr und am Ende - finanziell ruiniert. 

Mit entwaffnender Offenheit und äußerst charmant las Schumann aus seinem autobiographischen Buch. Ein geglücktes Plädoyer für das richtige Maß der Dinge. Man nimmt ihm diese Erfahrung ernsthaft ab.

 

 

 

07.01.2016 Neuro Bureau eV.

http://www.neurobureau.org/
http://www.neurobureau.org/

The Neuro Bureau e.V. (TNB) is a non-profit organization that seeks to foster collaborative brain research efforts among and between the various physical sciences, the social sciences, the humanities, and the arts. TNB uses art and media exhibits, lectures, seminars, public and classroom education sessions, social media environments, any and all other appropriate means to foster, promote, and provide access to cross-disciplinary collaborative research.

Over the past five years, TNB has organized art exhibitions with established artists at neuroimaging conferences (in particular the Organization for Human Brain Mapping annual meeting) as well as                                                         promoted brain art competition with contributions from neuroscientists. The current exhibition                                                         features the works that best represent the synergy between neuroscience and the art worlds from the                                                 past five years of BrainArt competitions hosted by the Neuro Bureau e.V.

01.07.2015 Michael Touma - Landschaften

Himmel und Bäume
Himmel und Bäume

Der spannende Anlass war die offizielle „Jüdische Woche“ der Stadt Leipzig. Auf der Suche nach einem israelischen Künstler wurde ich über erstaunliche Umwege einige Häuser weiter, quasi „die Straße runter“ fündig. Auch eine Form der Globalisierung.

Michael Touma – geboren in Haifa und inzwischen mit Lebensmittelpunkten in Haifa und Leipzig. Nach dem Kunststudium in Israel war Touma unter anderem auch Meisterschüler bei Prof. Heisig an der Leipziger HGB. Seine Bilder transportieren für mich zunächst in Komposition und Farbgebung ein meinerseits teilweise sicher romantisiertes Orientgefühl. Bei längerer Betrachtung eröffnen sich aber über die pure Emotion hinaus sehr spannende Inhalte. Die Ausstellung „Landschaften“ zeigt eine große Auswahl an Bildern, die zum Versinken, Verweilen und Hineinfühlen einladen.

 

01.05.2015 Cornelia Engelhardt - Fotoarbeiten

C. Engelhardt
C. Engelhardt

Cornelia Engelhardt, Jahrgang 1971, stellt uns einige Ihrer Landschaftsaufnahmen zur Verfügung. Einen gehörigen Schuss Fernweh und Sehnsucht gewinnt der Raum durch die Fotoarbeiten. Man beobachtet häufig den Betrachter, der sich mit Abstand in der Gesamtaufnahme und in der Nähe in kleinen Details verliert. Ich denke, das können Fotos und das sollen sie. 

12.03.2015 L. A. Rickels - Lesung und Präsentation im Rahmen der Leipziger Buchmesse

A. Haifisch "Carmilla 2"
A. Haifisch "Carmilla 2"

"Carmilla, der Vampir und wir" Das war das erste Stichwort zur geplanten Veranstaltung. Nach der Idee am größten Lesefest Europas "Leipzig liest" teil zu nehmen, begann es mit meinem beiläufig geäußerten Wunsch ".. aber nichts mit Vampiren - Bitte". Nun, manchmal ist es auch gut seine Meinung zu ändern.

Laurence A. Rickels - zeigte in seinem Vortrag und dem Film "Spout" seine psychoanalytisch geprägte Sicht auf die sich verändernde Wahrnehmung der Kunstfigur Vampir. Äußerst kurzweilig, teilweise tiefgründig, vereinzelt sinnlich und auf jeden Fall mit einer gedanklichen Nachwirkung. Doch obacht! Man offenbart mit solchen Einschätzungen oft mehr über sich als über die Sache. 


12/2014 bis 03/2015 Claudia Hantschel

 C Hantschel
C Hantschel

Endlich auch mal Fotos. Mit einer ganz eigenen Ästhetik. Teilweise ruhig zurückhaltend, teilweise luftig sorglos, mitunter auf den ersten oder auch zweiten Blick provokant. Immer jedoch gefällig komponiert. So wirken die ausgestellten Arbeiten von Claudia Hantschel auf mich. Das sie auch anders kann, sieht man nach kurzer Recherche auf ihrer Homepage. Zu keinem Zeitpunkt verliert sie dabei aber den Blick für das Arrangement. 

Von 12/14 bis 3/15 auf ganz angenehme Weise zurückgenommen zeigt CH eine Auswahl ihrer Bilder. Meiner Bitte, sich dem mitunter auch irritierbarem Publikum im Rahmen der Standardnutzung unserer Räumlichkeiten anzupassen, kam sie klaglos nach. Auch dafür mein herzlicher Dank. Insbesondere die Strandaufnahmen bringen eine lässige Atmosphäre in unsere Räume. An dieser                                                       Stelle der Verweis auf DEN Fotoshop mit Potential: www.claudiahantschel.com

10.09.2014 Swen Hesse & Jakob Weissberg

 J Weissberg
J Weissberg

Sonst entstand aus dem künstlerischen Kontakt die Freundschaft. Diesmal konnte ich mit Prof. Swen Hesse einen Freund und honorigen Kollegen gewinnen. Durch ihn entstand auch der Kontakt zu Jakob Weissberg mit welchem ich mich auf die gemeinsame Zeit sehr freue. Es ist immer etwas Besonderes, einen Menschen über die Kunst, die er ausübt, kennen zu lernen. J.W. schlug auch Georg Lisek als Vortragenden vor. Zweifellos ein Erlebnis.

Auf den ersten Blick lebt die Ausstellung von den Kontrasten, den Gegensätzen, den Spanungen. Im zweiten Schritt darf man gewahr werden, dass es mehr Verbindendendes als Trennendes gibt. Mit der Musik von Phillip Klein und am späteren Abend Ole (ein Nachname fiel nicht) war der Abend perfekt. Danke an Alle - und eine Entschuldigung an die Nachbarn. Ich schließe das nächste Mal sicher das Dachfenster...

19.06.2014 Kerstin Uhlmann

Vom 19.06. bis 09.09.2014 zeigen wir Arbeiten von Kerstin Uhlmann in einer außergewöhnlichen Technik. Inspiriert von Simone Pheulpin, einer französischen Künstlerin, arbeitet Kerstin Uhlmann mit Stoffstreifen, welche sich zu einer einzigartigen Tiefe verbinden. Es entsteht ein verspielt, verträumter Charakter - teilweise floral anmutend. Alle Arbeiten zeichnen sich durch große Gestaltungslust und Kreativitiät aus.

 

02.10.2013 Beat Toniolo

Mit über 90 Gästen, einer musikalisch – experimentellen Uraufführung, kulinarischen Interpretationen und literarischen Beiträgen wurde bis spät in die Nacht fröhlich der Kunst gefrönt. Ich danke neben Beat Toniolo auch Aristides Strongylis (Komponist), Rebekka Riedel (Cellistin), Daniel Jurisch (Culinaria), Manuel Harder (Schauspiel), Willi Behringer (Zeitlos Wohnen und Schlafen), Kathrin Germer (Staatliche Textil- und Gobelinmanufaktur Halle-Saale) sowie ganz besonders meinem Team in der Neurologie.

11.01.2013 Kanaia

In einer Portrait-Reihe präsentierte der baskische Künstler Jorge Robredo Saénz alias „Kanaia“ die Verschiedenartigkeit der menschlichen Physiognomie. Die passende musikalische Interpretation bot Emil Petrov mit der Sologitarre. Nicht zuletzt durch das besondere culinarische Angebot des Abends vom el-bustamante Team wurde die Veranstaltung eine berauschende Mischung aus verschiedenen Kunstgenre, leiblichen Genüssen und sehr freundschaftlicher Atmosphäre. Als besonderen Ehrengast durften wir Ulla Meinecke begrüßen.

25.04.2012 Ute Hellriegel

Die Ausdrucksformen von Ute Hellriegel sind vielfältig und gehen über surreale Druckgrafiken in verschiedenen Techniken bis hin zu farbenfrohen expressionistischen Bildern. Ihre ersten Schritte auf dem Gebiet der Druckgrafik ging sie Mitte der 1990er Jahre in der Werkstatt der Künstlerin Tatjana Petkova. Es folgten Teilnahmen an zahlreichen Kursen sowie der Leonardo Kunstakademie Salzburg. Mit Christian Sprenger an der Querflöte erlebten wir eine fantastische musikalische Interpretation der Bilder.

15.12.2012 Agathe Winkler

Mit Agathe Winkler durften wir eine fantastische Künstlerin in unserer ersten derartigen Veranstaltung ausstellen. Die Bilder der 1925 in Leipzig geborenen Künstlerin zeichnen sich vor allem durch eine intensive Farbgebung aus, um Vitalität und Lebenseinstellungen auszudrücken. Bach auf dem Saxophon - interpretiert von Frank Nowicky, war der spezielle Wunsch des künstlerischen Multitalentes Winkler. Agathe Winkler verstarb 2013 und wir dürfen sie als eine präsente, stets lebensfrohe Kunstschaffende in Erinnerung behalten.